23 Mai 2014
Mai 23, 2014

Neuer Bußgeldkatalog ab 01.05.2014

Bußgeldkatalog 2014: Wesentliche Änderungen im Überblick

Mit dem 01. Mai tritt ein neuer Bußgeldkatalog ab 2014 in Kraft und sorgt dafür, dass Autofahrer bei Verstößen ab sofort noch tiefer in die Tasche greifen müssen. Wer ungewollte Ausrutscher vermeiden will, der sollte sich daher vorab über die neuen Regelungen und Anordnungen informieren. So können saftige Bußgelder und eine Konfrontation mit der Polizei vermieden werden.

Änderung Bußgeld 2014: Was kommt auf Sie zu?

Der Bußgeldkatalog ist für viele Autofahrer das größte Ärgernis im Straßenverkehr. Von der Anpassung in diesem Jahr wird sich viel erhofft. – Wir haben für Sie die wichtigsten Änderungen zusammengestellt und gehen natürlich auch auf die Rolle des EU-Führerscheins dabei ein.

Verlust der Fahrerlaubnis schon bei 8 Punkten

punkteDie altbekannte Regelung, dass nach 18 Punkten der Führerschein entzogen wird, entfällt mit diesem Bußgeldkatalog. Das neue System sieht vor, dass man nun schon ab 8 Punkten seine Fahrerlaubnis verlieren kann. Dafür werden Verstöße jedoch auch anders geahndet. Künftig wird das Punktesystem in vier Kategorien unterteilt. Je nach Verstoß erfolgt eine Ahndung von null bis zu drei Punkten. Bisher wurde bei schwerer Gefährdung sogar bis zu sieben Punkten verhängt.

Beispiele aus dem Bußgeldkatalog 2014

Mit 0 Punkten werden z.B. Vergehen geahndet wie

  • Geschwindigkeitsüberschreitungen außerorts bis 20 km/h (das Bußgeld richtet sich dabei je nach Umfang der Überschreitung)
  • Verstöße gegen die Nutzungsvorschriften der Beleuchtung (Ausnahme: bei nicht eingeschaltetem Abblendlicht bei Nebel oder Regen außerorts gibt es nun 1 Punkt; die Kosten für dieses Vergehen steigen von bisher 40 € auf nun 60 €)
  • Verstöße beim Halten und Parken (Ausnahme: Behinderung von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen wird mit einem Punkt geahndet)

1 Punkt wird verhängt, wenn das Bußgeld mehr als 60 € beträgt, z.B. bei

  • Geschwindigkeitsüberschreitungen außerorts zwischen 21 und 30 km/h
  • Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung

2 Punkte (in Kombination mit Bußgeld und Fahrverbot) erhält z.B., wer

  • mit Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzt auffällt; Bußgeld und Dauer des Fahrverbots steigen dabei an, je häufiger man erwischt wird
  • die Geschwindigkeit außerorts mit über 60 km/h überschreitet
  • eine rote Ampel überfährt, die schon länger als eine Sekunde auf rot war

3 Punkte gibt es für sog. “grobe Ordnungswidrigkeiten”.

Diese gehen zumeist auch mit einem Fahrverbot einher. Beispiele sind:

  • Fahrerflucht
  • Straßenverkehrsgefährdung unter Drogeneinfluss
  • Mangelhafter Zustand von KFZ oder Anhänger

Insbesondere bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzt steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine MPU angesetzt wird.

Neuerung: Warnstufen

punktesystemMit dem neuen Bußgeldkatalog gibt es auch neue Warnstufen. Wer vier oder fünf Punkte angesammelt hat, der bekommt eine gebührenpflichtige Mahnung. Es wird außerdem nahegelegt, ein Seminar zu absolvieren, welches einen Punkt vom Register streicht. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 400 Euro. Die Teilnahme an einem solchen Seminar kann allerdings nur einmal in fünf Jahren erfolgen. Ab sechs Punkten hilft auch keine Schulung mehr und man muss die gebührenpflichtige Verwarnung hinnehmen. Bei acht Punkten ist der Führerschein schlussendlich weg und dies für mindestens sechs Monate. Um seinen Führerschein wiederzubekommen muss man eine MPU bestehen und sich als verkehrstüchtig erweisen.

Punkte verjähren

So wie bisher können die Punkte auch weiterhin verjähren. Ein Punkt wird nach zweieinhalb Jahren abgebaut, eine 2-Punkte-Strafe benötigt fünf Jahre und eine 3-Punkte-Strafe zehn Jahre. – Und dies unabhängig davon, ob neue Strafen begangen werden oder nicht. Dies war in der Vergangenheit anders. Vergehen die mit null Punkten belegt sind werden im Übrigen nicht mehr gespeichert und nach der Zahlung des Bußgeldes direkt aus der Kartei gelöscht.

Mit dem EU-Führerschein die MPU umgehen

Ist das Punktekonto voll oder ist man z.B. wiederholt unter Drogen oder Alkohol-Einfluss gefahren, scheint die MPU unumgänglich. Dass dies bei weitem nicht der Fall ist, merken Sie spätestens, wenn Sie sich auf unserer Website weiter umsehen.

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Quelle: AutoNEWS