27 Okt 2017
Oktober 27, 2017

Neuer Bußgeldkatalog 2017

Neuer Bußgeldkatalog 2017: Härtere Strafen, MPU droht!

Strafzettel BußgeldbescheidDer neue Bußgeldkatalog 2017 ist ab sofort gültig. Wer sich nun ans Steuer setzt, muss bei Fehltritten mit hohen Bußgeldern rechnen. Damit steigt automatisch auch die Gefahr, sich einer MPU ausgesetzt zu sehen: Bereits 2014 wurde der Bußgeldkatalog einer grundlegenden Reform unterzogen. Dort, wo es bisher keine Punkte in Flensburg gab, wurde seither tief die Tasche gegriffen bzw. das Punktekonto von deutschen Autofahrern in Flensburg fleißig aufgefüllt. Die aktuellen Änderungen im Bußgeldkatalog beziehen sich dabei in erster Linie auf die Höhe der Bußgelder. Diese haben sich gewaschen. Die Konsequenzen aus der Flensburger ‘Punktevergabe’ können aber für Autofahrer noch viel verheerender sein. Kommen viele unglückliche Umstände zusammen, kann eine Folge der Verlust der Fahrerlaubnis sein – und eine MPU kann drohen. Indem Sie Ihren EU-Führerschein machen, können Sie sich dem psychischen Druck entziehen, der Ihnen durch diese Prozedur droht. Wie aber ist es überhaupt möglich, dass der neue Bußgeldkatalog von 2017 bzw. auch noch der alte so weite Kreise zieht?

Bußgeld und Punkte: Überraschung ab Oktober 2017?

Schild 1473Eine böse Überraschung wird ab Oktober 2017 so manchen beim Blick auf seinen Bußgeldbescheid erwarten: Wer am Steuer mit dem Handy telefoniert, muss nun nicht mehr nur 60 Euro zahlen, sondern wird mit 100 Euro zur Kasse gebeten. Nicht selten greifen Fahrradfahrer auf dem Drahtesel auch mal beherzt zum Telefon, wenn es klingelt. Oft ist die Überraschung groß, wenn die nächste Polizeistreife den Radfahrer freundlich zur Seite winkt und ihm die Hiobsbotschaft verkündet, dass er demnächst ein Bußgeld zahlen muss. Seit dem 19.10.2017 beläuft sich die Höhe desselben exklusive Bearbeitungsgebühr nicht mehr auf 25 Euro, sondern ist auf 55 Euro gestiegen. Am aufsehenerregendsten ist sicher die Entscheidung, das Bußgeld für Blockierer von Rettungsgassen von 20 Euro auf 200 Euro zu erhöhen. Eine Maßnahme, die angesichts des Gaffer-Phänomens mehr als willkommen ist! Gleichsam zeigt die Beschäftigung mit dem Bußgeldkatalog einmal mehr, wie schnell man seine Fahrerlaubnis durch die rechtlichen Vorgaben loswird.

Der Bußgeldkatalog und Alkohol am Steuer

Wer auf seinem Flensburger Konto 8 Punkte ansammelt, geht seiner Fahrerlaubnis verlustig. Das Fatale ist, dass dies vergleichsweise schnell passieren kann. Wer nach einer ausgelassenen Feier mit Freunden mit weniger als 0,5 Promille im Blut erwischt wird, blecht bereits 250 Euro und hat direkt 1 Punkt in Flensburg ‘verdient’, ab 0,5 Promille gibt es 2 Punkte. Gleichzeitig dauert es 5 Jahre bis 2 Punkte in Flensburg automatisch gelöscht werden. Die Tilgungsfrist für 1 Punkt beläuft sich auf 2,5 Jahre. Sie haben den Zwischenfall womöglich schon längst vergessen, die Punkte in Flensburg haben Sie aber immer noch auf dem Konto!

 

Sie sind kein Alkoholiker – der neue Bußgeldkatalog 2017 hat also nichts mit Ihnen zu tun?

Bei vielen herrscht der Glaube vor, dass man als Durchschnittsbürger, der sich nur ab und an ein Gläschen genehmigt, auf der sicheren Seite sei. Falsch gedacht.

Alkoholkonsum wird besonders stark geahndetGehen wir die Rechnung einmal durch: Es genügt, innerhalb von fünf Jahren viermal mit 0,5 Promille angehalten zu werden, um 8 Punkte auf dem Konto zu haben. Alternativ ist es auch ‘möglich’, innerhalb von 2,5 Jahren mit weniger als 0,5 Promille angehalten zu werden. Fünf Jahre sind eine lange Zeit – und 0,5 % Promille vergleichsweise schnell erreicht. Alkohol sollte immer verantwortungsvoll und in Maßen genossen werden. Allerdings sollte man sich vor Augen führen, wie schnell diese Werte erreicht sind: 0,5 Promille überschreitet eine Frau mit einer Körpergröße von 1,67 m und einem Gewicht von 70 kg mit 1 Glas Wein à 0,2l und 1 zusätzlichen Glas Sekt à 0,1l. Ein Mann mit Durchschnittsgewicht- und größe erreicht und überschreitet den Wert bereits bei 3 Bier von 0,33l. So ist der erreichte Promillewert letztendlich von Person zu Person unterschiedlich – wir haben es mit einer Gratwanderung zu tun. Macht man sich dann noch bewusst, dass wir es hier mit einer Ordnungswidrigkeit zu tun haben, also zum Zeitpunkt der Alkoholisierung kein Unfall passiert ist und keine Straftat (!) vorliegt, erscheint die Angelegenheit in nochmals anderem Licht. Jeder Organismus ist anders. Viele Menschen büßen auch bei 0,5 Promille nicht an Reaktionsfähigkeit ein und bestehen jeden Reaktionstest mit Bravour. Gerade hier liegt der Hund begraben: So manch einer merkt nicht, dass er den Grenz-Promillewert erreicht hat und macht auch objektiv nicht den Eindruck. Über diesen Menschen dann das Fahrverbot zu verhängen, Ihnen die Fahrerlaubnis zu entziehen und sie der MPU auszusetzen, ist mehr als fragwürdig.

Neuer EU-FührerscheinIhren EU-Führerschein machen – mit der EU-Führerschein-Agentur!

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